In der Vorstellung jedes Weinliebhabers ist die Champagne mit traditionsreichen Häusern, freskengeschmückten Salons und jahrhundertealten Traditionen verbunden. Ein strenges, beinahe aristokratisches Bild. Doch im Herzen der berühmten französischen Weinregion gibt es ein Unternehmen, das zeigt, wie sich hervorragende, charaktervolle und zeitgemäße Weine ausgehend von einem völlig anderen Konzept erzeugen lassen: Zusammenarbeit und die Rückkehr zur ursprünglichsten Natur. Ein eindrucksvolles Beispiel für diesen neuen Trend ist zweifellos Champagne Chavost. Chavost wurde 1946 in Chavot-Courcourt gegründet, einem bezaubernden Dorf an der Côte des Blancs, und entstand zunächst als klassische Winzergenossenschaft. Jahrzehntelang bewirtschafteten die Mitglieder ihre eigenen Weinberge und bündelten dabei ihre Kräfte. Doch mit der Ankunft des jungen und weitsichtigen Kellermeisters Fabian Daviaux begann eine echte Revolution. Chavost entschied sich, neue Wege zu gehen, und entwickelte sich zu einer der wenigen Genossenschaften, die eine Philosophie mit minimalen Eingriffen verfolgen. Damit wurde das Haus zu einem weltweiten Bezugspunkt für Liebhaber von „natürlichem“ Champagner. Keine zugesetzten Sulfite, kein zugesetzter Zucker – alle Champagner sind konsequent Brut Nature – und keine Unterstützung durch Enzyme oder im Labor ausgewählte Hefen. Die Gärung erfolgt ausschließlich mithilfe indigener Hefen, die von Natur aus auf den Schalen der von Hand gelesenen Trauben vorkommen. Auch auf die klassischen Verfahren der Klärung vor der Abfüllung wird verzichtet. Das Ziel ist einfach, aber ehrgeizig: jeden Filter zwischen Erde und Glas zu beseitigen und dem Terroir zu ermöglichen, sich unverfälscht auszudrücken. Chapeau!