Das 1846 im Herzen der wunderschönen und ursprünglichen Côte des Bar gegründete Haus Devaux verdankt seinen Erfolg und seinen internationalen Ruf der Beharrlichkeit, der Intelligenz und dem Charakter von gleich drei aufeinanderfolgenden Witwen („veuves“), die zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert die Leitung des Weinguts übernahmen und es in die Legende führten. Obwohl sich die Unternehmensstruktur inzwischen verändert hat und Devaux heute das Aushängeschild eines erfolgreichen Zusammenschlusses lokaler Winzer ist, bleiben der Geist der Exzellenz und die Unabhängigkeit dieser großen Frauen fest in der DNA des Hauses und seiner Weine verankert. Geografisch befinden wir uns im Süden der Appellation Champagne, im Département Aube. Eine sanft hügelige Landschaft mit grünen Anhöhen und einem etwas milderen und sonnigeren Klima als in der Marne. Doch die wahre Magie geschieht hier unter der Erde: Die Böden bestehen aus Kalkstein und Ton aus dem Kimmeridgium, einer uralten, an Meeresfossilien reichen geologischen Schichtung, die genau jener entspricht, welche auch den berühmten Weißweinen aus Chablis ihren einzigartigen Charakter verleiht. Auf dieser außergewöhnlichen Bühne ist der Pinot Noir die wichtigste Rebsorte. Die Produktionsphilosophie von Devaux beruht auf einem grundlegenden Prinzip: Zeit als wertvolle Zutat und höchste Präzision im Keller. Die Auswahl erfolgt konsequent Parzelle für Parzelle, um das Beste herauszuarbeiten, was jeder einzelne Hügel zu bieten hat. Den entscheidenden Unterschied macht jedoch die außergewöhnliche Geduld des Hauses: Selbst die Einstiegs-Cuvées reifen mindestens drei Jahre auf der Hefe und damit doppelt so lange, wie es die strengen Vorschriften der Champagne vorschreiben.