Es gibt Geschichten, die wie dafür geschrieben scheinen zu beweisen, dass Talent keine Grenzen kennt. Die Geschichte von Julien Cruchandeau ist eine davon. Bevor er zu einem der interessantesten Namen der zeitgenössischen Weinlandschaft Burgunds wurde, führte Julien ein völlig anderes Leben. Er war Musiker elektronischer Musik, gründete ein eigenes Plattenlabel und tourte mit mehr als 200 Konzerten um die Welt. Im Jahr 2003 entschied sich Julien dann für einen kompletten Richtungswechsel und gründete sein eigenes Domaine in Nuits-Saint-Georges, im Herzen der Côte de Nuits. Heute bewirtschaftet er etwa 5 Hektar Weinberge, die sich zwischen legendären Lagen und weniger bekannten – aber ebenso faszinierenden – Appellationen wie den Hautes-Côtes de Nuits und Bouzeron erstrecken. Im Weinberg arbeitet man nach den Prinzipien des biologischen Anbaus, zertifiziert seit 2011, wobei auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, damit das Ökosystem sein natürliches Gleichgewicht selbst finden kann. Im Keller erfolgen die Gärungen spontan mithilfe indigener Hefen, und der Einsatz von Schwefel wird auf das absolut notwendige Minimum reduziert.