Wir befinden uns in der Gemeinde Predaia, im Herzen des Val di Non. Hier liegen die Wurzeln von LeVide, dessen Name eine Liebeserklärung an die Trentiner Kultur ist. Im lokalen Dialekt bedeutet LeVide nämlich „die Reben“. Heute verkörpert LeVide die jüngste und mutigste Seele der Gruppe Degli Azzoni Wines. Das Projekt entstand 2015 aus einer Intuition von Valperto degli Azzoni, der nach Besuchen bei den besten italienischen Schaumweinproduzenten regelrecht vom Potenzial der Trentiner Höhenlagen begeistert war. Gemeinsam mit dem Önologen Massimo Azzolini nahm er die ambitionierte Herausforderung an, ausschließlich Trentodoc zu produzieren und kompromisslos auf Qualität sowie jene Eleganz zu setzen, die nur die Berge schenken können. Die Weinberge von LeVide befinden sich am linken Ufer der Etsch, auf Hängen in 500 bis 600 Metern Höhe. Hier dominieren Dolomit- und Kalkböden, die den Trauben Salzigkeit und vibrierende Frische verleihen. Doch das wahre Geheimnis ist das Mikroklima. Die Weinberge profitieren vom Einfluss der Ora del Garda, eines milden Winds, der vom Gardasee heraufzieht, die Temperaturen mildert und die Trauben trocken und gesund hält. In die Welt von LeVide einzutauchen bedeutet, die Philosophie des „geduldigen Wartens“ zu umarmen. Hier gibt es keine Eile: Die Weine ruhen lange auf der Hefe, oft weit über 36 Monate hinaus, damit die Perlage fein, anhaltend und samtig wird. Jede Flasche ist ein Jahrgangswein – die flüssige Erzählung eines einzigen Jahrgangs –, denn das Ziel ist nicht, den Geschmack zu standardisieren, sondern die Nuancen hervorzuheben, die jede Saison dem Boden schenkt.