Weinstraße. Südtirol. Hier trifft das Profil der Berge auf die perfekte Geometrie der Rebreihen, und in St. Michael-Eppan erhebt sich Schloss Englar, eine gotische Burg, die wie aus einem Märchenbuch wirkt, in Wirklichkeit jedoch eine der authentischsten Weinbaugeschichten der Region erzählt. Seit 1640 im Besitz der Grafen Khuen-Belasi, hat das Gut Jahrhunderte landwirtschaftlicher Geschichte durchlebt. Im Jahr 2012, nach über achtzig Jahren, in denen die Trauben an die Genossenschaftskellerei geliefert wurden, entschied Graf Johannes Khuen-Belasi, die Vinifikation wieder selbst aufzunehmen und den gesamten Produktionsprozess innerhalb der historischen Mauern des Schlosses zurückzuführen. Ein so besonderer Ort verdient es, durch ein eigenes Etikett erzählt zu werden, das die Seele dieser Landschaft widerspiegelt. Die Philosophie von Schloss Englar ist so einfach wie konsequent: Der Wein entsteht im Weinberg, nicht im Keller. Für Johannes gilt: „Große Weine entstehen nur aus Reben, die harmonisch in einem gesunden Umfeld wachsen.“ Deshalb hat sich das Weingut der biologischen Landwirtschaft verschrieben, verzichtet auf synthetische chemische Mittel und respektiert die natürlichen Zyklen. Im Weinberg wird bewusst eine Ertragsreduktion vorgenommen: Jede einzelne Rebe wird individuell bewertet, damit nur die besten Trauben zur Reife gelangen. Dieser „handwerkliche“ Ansatz ermöglicht gesunde und charaktervolle Trauben und reduziert den Bedarf technischer Eingriffe bei der Vinifikation auf ein Minimum. Die etwa 7–10 Hektar Weinberge des Guts profitieren von einer privilegierten Lage, in der einzigartige Bedingungen den Weinen eine vibrierende Frische und eine fast schneidende Mineralität verleihen – charakteristische Merkmale der großen Südtiroler Weißweine.