Was: Pinot Noir, ganz einfach
WARUM: Für alle, die die Eleganz Burgunds suchen
PERFEKT MIT: Würzige Wurstwaren, helle Fleischgerichte und fettreicher Fisch vom Grill
Was: Pinot Noir, ganz einfach
WARUM: Für alle, die die Eleganz Burgunds suchen
PERFEKT MIT: Würzige Wurstwaren, helle Fleischgerichte und fettreicher Fisch vom Grill
Frankreich
Julien Cruchandeau, 2 Rte de Marey, 21700 Villers-la-Faye
Zwischen den Rebzeilen der Côte d'Or entdeckt man kleine Trockensteinhütten, die wie Pilze aus dem Boden zu wachsen scheinen. Sie werden Cabottes genannt und dienten den Winzern als Zuflucht während Gewittern oder in den heißesten Stunden des Tages. Julien Cruchandeau hat diesen Wein genau diesen stillen Wächtern der burgundischen Landschaft gewidmet. Eine Hommage an die Einfachheit und die tägliche Mühe jener Menschen, die das Land mit Respekt bearbeiten. Wir befinden uns in Villers-La-Faye, einem Dorf in den Hautes-Côtes de Nuits. Hier zeigt Burgund sein authentischstes und ungeschminktestes Gesicht. Die Böden bestehen aus einer komplexen Mischung aus Ton und Kalkstein, die den Weinen eine vibrierende mineralische Spannung verleiht. Julien Cruchandeau ist ein moderner Winzer, der sich 2003 hier niederließ. Hauptdarsteller in der Flasche ist Pinot Noir – ein alter Bekannter für alle, die Eleganz lieben. In Burgund findet diese Rebsorte ihren natürlichen Lebensraum und vermag jede kleinste Variation des Bodens in unterschiedliche aromatische Nuancen zu übersetzen. In diesem Fall stammen die Trauben aus biologisch bewirtschafteten Weinbergen. Die Reben arbeiten hart daran, den salzigen Charakter des kalkhaltigen Untergrunds aufzunehmen. Die Trauben werden entrappt, um raue Tannine oder zu grüne Noten zu vermeiden. Die Gärung erfolgt in Edelstahltanks. Vor Beginn der Gärung durchläuft der Most eine etwa zehntägige Kaltmazeration. Diese Technik dient dazu, Farbe und Primäraromen zu extrahieren, ohne die Struktur zu beschweren. Anschließend ruht der Wein mindestens sechs Monate auf der Feinhefe, ebenfalls im Edelstahl. Leuchtendes und transparentes Rubinrot, in der Nase deutliche Anklänge frisch gepflückter roter Waldfrüchte. Klar erkennbar sind Sauerkirsche, Himbeere und ein feiner Hauch weißen Pfeffers. Am Gaumen lebendig und frisch. Der Trinkfluss ist so unkompliziert, dass eine Flasche im Handumdrehen leer sein könnte. Die Tannine sind seidig und nur leicht angedeutet. Das Finale ist sauber, mit einer stimmigen fruchtigen Rückkehr, die sofort zum nächsten Schluck einlädt. Bei den Speisenbegleitungen sollte man auf Einfachheit setzen – etwa eine Platte mit Wurstwaren oder ein Brathähnchen.
Es gibt Geschichten, die wie dafür geschrieben scheinen zu beweisen, dass Talent keine Grenzen kennt. Die Geschichte von Julien Cruchandeau ist eine davon. Bevor er zu einem der interessantesten Namen der zeitgenössischen Weinlandschaft Burgunds wurde, führte Julien ein völlig anderes Leben. Er war Musiker elektronischer Musik, gründete ein eigenes Plattenlabel und tourte mit mehr als 200 Konzerten um die Welt. Im Jahr 2003 entschied sich Julien dann für einen kompletten Richtungswechsel und gründete sein eigenes Domaine in Nuits-Saint-Georges, im Herzen der Côte de Nuits. Heute bewirtschaftet er etwa 5 Hektar Weinberge, die sich zwischen legendären Lagen und weniger bekannten – aber ebenso faszinierenden – Appellationen wie den Hautes-Côtes de Nuits und Bouzeron erstrecken. Im Weinberg arbeitet man nach den Prinzipien des biologischen Anbaus, zertifiziert seit 2011, wobei auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, damit das Ökosystem sein natürliches Gleichgewicht selbst finden kann. Im Keller erfolgen die Gärungen spontan mithilfe indigener Hefen, und der Einsatz von Schwefel wird auf das absolut notwendige Minimum reduziert.
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