Was: In Barriques ausgebaut
WARUM: Vereint die schneidende Frische der Rebsorte mit der Weichheit des Holzes
PERFEKT MIT: Kräuterschnecken, Fischfrittiertes und frischer Ziegenkäse
Was: In Barriques ausgebaut
WARUM: Vereint die schneidende Frische der Rebsorte mit der Weichheit des Holzes
PERFEKT MIT: Kräuterschnecken, Fischfrittiertes und frischer Ziegenkäse
Frankreich
Julien Cruchandeau, 2 Rte de Marey, 21700 Villers-la-Faye
Stell dir Burgund vor – aber vergiss Chardonnay und Pinot Noir. Ein alter Winzer, dem man im Weinberg begegnet, könnte dir ein Glas frischen Weißwein anbieten und dir sagen, dass dies der wahre Wein seines Volkes sei. Dieser Wein wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Aligoté sein, die „rebellische“ Rebsorte der Region, die Julien Cruchandeau mit diesem Etikett namens Champ de Chêne veredeln wollte. Heute erlebt Aligoté gerade dank Weinen wie diesem eine zweite Jugend. Wir befinden uns in Villers-La-Faye, im Herzen der Hautes-Côtes de Nuits, einem Gebiet, in dem die Erde noch nach Geschichte und harter Arbeit schmeckt. Hier ist das Klima etwas kühler als in den tiefer gelegenen Zonen, wodurch die Trauben ihre wichtige Säurestruktur bewahren können. Der kalkhaltige Boden schenkt dem Wein jene mineralische Vertikalität, die das wahre Markenzeichen dieser Gegend ist. Es gibt eine interessante Anekdote über diese Rebsorte, die jahrzehntelang als „Rebsorte der Armen“ verspottet und auf weniger prestigeträchtige Böden verbannt wurde. Doch heute sind genau diese höheren und luftigen Lagen zum natürlichen Schlüssel im Kampf gegen die globale Erwärmung im Weinberg geworden. Im Gegensatz zu seinem Cousin Chardonnay ist Aligoté rustikaler, widerstandsfähiger und besitzt eine beinahe elektrische Frische. Ein perfektes Gleichgewicht zwischen Moderne und Tradition: Nach einer sorgfältigen Lese erfolgt die Gärung temperaturkontrolliert im Edelstahl, um die sortentypischen Aromen zu bewahren. Anschließend ruht der Wein einige Monate in Barriques. Dieser Schritt macht den Schluck runder und weniger kantig, ohne jedoch seine sprichwörtliche Säure zu verlieren. In der Nase niemals banal. Noten von grünem Apfel, frischen Zitrusfrüchten und weißen Blüten, bereichert durch feine Anklänge von Vanille und Brotkruste durch den Holzausbau. Am Gaumen geradlinig und salzig, ohne auf eine gewisse Fülle im Finale zu verzichten. Ein Schluck, der niemals ermüdet und den Gaumen mit beispielhafter Klarheit erfrischt.
Es gibt Geschichten, die wie dafür geschrieben scheinen zu beweisen, dass Talent keine Grenzen kennt. Die Geschichte von Julien Cruchandeau ist eine davon. Bevor er zu einem der interessantesten Namen der zeitgenössischen Weinlandschaft Burgunds wurde, führte Julien ein völlig anderes Leben. Er war Musiker elektronischer Musik, gründete ein eigenes Plattenlabel und tourte mit mehr als 200 Konzerten um die Welt. Im Jahr 2003 entschied sich Julien dann für einen kompletten Richtungswechsel und gründete sein eigenes Domaine in Nuits-Saint-Georges, im Herzen der Côte de Nuits. Heute bewirtschaftet er etwa 5 Hektar Weinberge, die sich zwischen legendären Lagen und weniger bekannten – aber ebenso faszinierenden – Appellationen wie den Hautes-Côtes de Nuits und Bouzeron erstrecken. Im Weinberg arbeitet man nach den Prinzipien des biologischen Anbaus, zertifiziert seit 2011, wobei auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, damit das Ökosystem sein natürliches Gleichgewicht selbst finden kann. Im Keller erfolgen die Gärungen spontan mithilfe indigener Hefen, und der Einsatz von Schwefel wird auf das absolut notwendige Minimum reduziert.
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